„Unfamiliar” gewinnt Blauen Panther als Beste Serie – Andreas Bareiss: „Große Ehre”

Der Blaue Panther 2026 für die „Beste Serie“ geht an UNFAMILIAR, die Gaumont für Netflix produziert hat. Ausgezeichnet wird Produzent Andreas Bareiss. Im Interview mit THE SPOT media & film spricht er über den Dreh in Berlin, den Produktionsstandort Deutschland, die Zusammenarbeit mit Netflix und die kommenden Projekte HEIDI und DIE WANDERHURE.

Gaumont-Produzent Andreas Bareiss und die Netflix-Serie „Unfamiliar” mit Susanne Wolff (l.) und Felix Kramer (Credit: European Media/Valeria Mitelman, Netflix, Medien.Bayern)

Blauer Panther für Gaumonts UNFAMILIAR - Andreas Bareiss erhält Preis

29. September 2026 | Michael Müller, THE SPOT

THE SPOT darf exklusiv verkünden, dass in diesem Jahr der Blaue Panther für die Beste Serie an das Netflix-Format „Unfamiliar” von Gaumont Germany geht. Produzent Andreas Bareiss zeigt sich im Interview begeistert.

Am heutigen Dienstag verkündet der Blaue Panther – TV & Streaming Award die Beste Serie 2026: Es ist die Agenten-Thriller-Serie „Unfamiliar” mit Susanne Wolff und Felix Kramer in den Hauptrollen, die Gaumont für Netflix herstellte und damit um die Welt ging. Wir sprachen mit Gaumont-Produzent Andreas Bareiss über diese Würdigung für seine herausragende Leistung als Produzent.

Beim Deutschen Fernsehpreis war Ihre Netflix-Serie „Unfamiliar” schon nah dran an einer Auszeichnung. Jetzt werden Sie aber tatsächlich als Beste Serie mit dem Blauen Panther – TV & Streaming Award geehrt. Wie fühlen Sie sich damit?

Andreas Bareiss: Wunderbar. Den Blauen Panther zu bekommen, ist eine große Ehre. Es ist ein großartiger Preis, der zu den wichtigsten Auszeichnungen in der deutschen TV- und Streaming-Landschaft gehört. Vor allem aber ist er eine Anerkennung für die Arbeit, die wir alle gemeinsam als Team geleistet haben.

„Unfamiliar” entstand in und um Berlin. Es gibt gar nicht mehr so viele High-End-Serien, die das in Deutschland so umsetzen. Wie war die Dreh- und Produktionserfahrung?

Andreas Bareiss: Wir haben die Serie zu einhundert Prozent in Berlin gedreht. Zum einen, weil Berlin als Stadt und Spionage-Drehkreuz auch eine Art Hauptrolle in unserer Serie spielt. Zum anderen versuchen wir bei Gaumont, die Formate, wenn es möglich ist, immer auch in Deutschland zu drehen. Das ist für uns ein großes Anliegen. Wir wissen, dass es nicht immer geht. Aber wir hoffen, dass die Politik jetzt die richtigen Maßnahmen ergreift, so dass wir nicht gezwungen werden, möglicherweise mehr ins Ausland zu gehen.

Gaumont setzte beim Streaming-Partner Netflix mit „Barbaren” das erste internationale Ausrufezeichen. „Unfamiliar” tut das gerade wieder als eine der weltweit erfolgreichsten Netflix-Serien des Jahres. Wie bewerten Sie für sich diese Zusammenarbeit?

Andreas Bareiss: Die Zusammenarbeit mit Netflix ist sehr eng, loyal und kooperativ. Man wächst mit den Projekten zusammen. Man lernt sich kennen und schätzen. Über konkrete Projekte können wir derzeit noch nicht sprechen, aber wir hoffen natürlich sehr, auch in Zukunft weitere Produktionen gemeinsam umzusetzen.

Könnte „Unfamiliar” eine Fortsetzung erfahren?

Andreas Bareiss: „Unfamiliar“ hat, wie Sie schon sagen, viele Zuschauer weltweit begeistert und es in 90 Ländern in die Top 10 und in 35 Länder auf Platz 1 geschafft. Trotz der positiven Resonanz hat es letztlich leider nicht für eine zweite Staffel gereicht.

Was sind die nächsten Gaumont-Deutschland-Projekte, auf die man sich freuen kann?

Andreas Bareiss: Dieses Jahr haben wir die Serie „Heidi” abgedreht. Das ist das Projekt meines Kollegen Rainer Marquass, das er gemeinsam mit Sabine de Mardt und der DCM für RTL und den SRF produziert und was kommendes Jahr herauskommt. Angekündigt ist auch das nächste große Serien-Projekt „Die Wanderhure”. Das soll in großen Teilen in Bayern gedreht werden. Es ist eine historische Serie, bei der wir den Wunsch haben, sie auch in Deutschland zu realisieren.

Das Interview erschien am 29.09.2026 bei ↪ THE SPOT

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