Klara Sonntag - Kleine Fische, Große Fische - Keyvisual

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Klara Sonntag, eine gestandene Bewährungshelferin in Köln, ist überzeugt, dass alle eine zweite Chance verdient haben. Vielleicht, weil sie selbst nie eine richtige bekommen hat. Als Kind wurde sie auf einer Parkbank ausgesetzt. Aufgewachsen in Heimen und Pflegefamilien hat sie nie richtig gelernt, eine Bindung einzugehen. Nicht mal zu dem Richter Thomas, mit dem sie eine Langzeitaffäre unterhält.  

 Klara Sonntag ist mit allen Wassern gewaschen. Sie ist es gewohnt, dass man sie nach Strich und Faden belügt. Kleine Drogendealer durchschaut sie ebenso, wie Merle Scheffner, eine ehemalige Firmenchefin, die wegen Insolvenzverschleppung angeklagt wurde und bei Klara eine Bewährungsstrafe absolvieren muss. Die knallharte 40erin hält sich selbst für unschuldig. Und dass sie größere Summen Geld beiseitegeschafft haben soll, konnte ihr niemand nachweisen. Ihr Haus hat sie wohlweislich ihrer Hausangestellten überschrieben. Als die Firmenchefin dann auch noch Arbeitslosengeld beantragen will, obwohl sie nicht mal für ihre ehemaligen Angestellten Sozialbeiträge bezahlt hat, reicht es Klara. Sie sorgt dafür, dass das ganze Lügengebäude der ehemaligen Chefin zum Einstürzen gerät.  

 Alle haben ein Recht auf Bewährung. Doch einem Menschen kann Klara am Ende nicht verzeihen. Scheinbar durch Zufall gerät sie an den 80jähren Rudi, der nach 50 Jahren Haft wieder in die Freiheit soll. Doch allmählich stellt sich heraus, dass dieser Mann mehr über Klara weiß, als er zugeben will. Sie findet heraus, dass Rudi am Tod ihrer Mutter beteiligt war. Aber das ist bei weitem noch nicht die ganze Wahrheit… 

Fotos: Frank Dicks