Westwall - das sechsteilige "neoriginal" startet im November

Das ZDF stellt am 20. November die sechsteilige Miniserie „Westwall“ nach dem Buch von Benedikt Gollhardt in seiner Mediathek zum Abruf bereit. Emma Bading spielt im Sechsteiler die junge Polizeischülerin Julia Gerloff, die sich in den geheimnisvollen Nick den geheimnisvollen Nick (Jannik Schümann) verliebt.

In weiteren Rollen spielen Devid Striesow, Jeanette Hain, Lorna Ishema, Karsten Antonio Mielke, Rainer Bock, David Schütter, Suzanne von Borsody, Kostja Ullmann, Stephan Grossmann, Ilknur Boyraz und andere. Es produziert die Gaumont GmbH, Köln. Die Produzentinnen und Produzenten sind Sabine de Mardt, Andreas Bareiss und Rainer Marquass. Die ZDF-Redaktion liegt bei Bastian Wagner und Johannes Frick-Königsmann. Regie führt Isa Prahl.

“Westwall“ Hauptdarsteller Emma Bading und Jannik Schümann. (c) Pawel Labe

Synopsis

Das Leben der Polizeischülerin Julia gerät außer Kontrolle als sie sich in den geheimnisvollen Nick verliebt. Nick ist nicht der, als der er sich ausgibt. Als sie nach der ersten Liebesnacht ein riesiges Hakenkreuz auf seinem Rücken entdeckt, beginnt sie, zu recherchieren, und erkennt bald, dass sie nur eine Marionette in einem viel größeren Plan ist. Sie folgt einer Spur tief in die Wälder der Eifel zu den verlassenen Bunkern des Westwalls. An der alten Verteidigungs­anlage aus dem Zweiten Weltkrieg findet die Polizeischülerin den Unterschlupf von Terroristen – mit denen sie mehr verbindet, als sie ahnt.

Statement des Produzenten Andreas Bareiss:

Wir leben in einer Zeit des Umbruchs. Radikale Ideologien sickern wie ein langsames Gift in die Gesellschaft ein. Extremisten unterwandern die Polizei, der Geheimdienst agiert umstritten, im Parlament treiben Populisten ihr Unwesen – wem kann man überhaupt noch trauen? „Westwall“ ist eine hochaktuelle Thriller-Serie über die brisanten Themen unserer Zeit. Sie skizziert eine zerrissene Gesellschaft, in der die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen, bis hinein in den Sicherheitsapparat, und stellt uns vor die Entscheidung: Auf welcher Seite stehen wir?

„Ein Hybrid zwischen Thriller und Drama“ – Statement der Regisseurin Isa Prahl

„Westwall“ ist die Geschichte der jungen Polizeianwärterin Julia, die einen geheimnisvollen jungen Mann, Nick, kennenlernt und über ihn die dunkle Wahrheit ihrer eigenen Familie erfährt. Es ist eine Erzählung, die sehr vielschichtig und komplex gezeichnet ist. Das hat mich von Anfang an an diesem Stoff gereizt. Erzählt wird eine persönliche Geschichte über Liebe und Familie, die sich immer weiter auffächert und ein toxisches Lügenkonstrukt offenlegt. Und plötzlich befindet sich die Geschichte nicht mehr im rein Privaten, sondern im Politischen. Das macht die Geschichte hochaktuell. Sie spielt in der heutigen Zeit, die immer mehr von rechtspopulistischen Ideologien durchtränkt wird.

Wir haben auf starke Frauenfiguren gesetzt, da das Thema Radikalisierung häufig männlich konnotiert ist. Aber vor allem haben wir alle Figuren, die sich in dieser Welt bewegen, sehr ambivalent gezeichnet – weg von den klischierten Gut- und Böse-Attributen, und so bekommt selbst das vermeintlich Böse menschliche Züge. Diese Entscheidung war mir sehr wichtig, denn so wird die Perfidie noch spürbarer.

„Westwall“ ist ein Hybrid zwischen Thriller und Drama, zwischen Realismus und Märchen, das einen ganz schön in Atem hält.

Westwall – Termine:

  • ZDF   Samstag, 27. November 2021, 21.45 Uhr und 22.30 Uhr (Folgen 1 und 2)
  • ZDFneo   Dienstag, 7. Dezember 2021, 21.45 Uhr (Folgen 1-3) und Mittwoch, 8. Dezember 2021, 21.45 Uhr (Folgen 4-6)
  • ZDF Mediathek   20. November 2021 bis 19. November 2022 (alle Folgen)